Vorstellung Pfarrprovisor Mag. Rochus Hetzendorfer
Es kommt immer alles anders, als man denkt. Oder man könnte diesen Text auch beginnen mit „der Mensch
denkt und Gott lenkt.“ In beiden Sätzen steckt viel Wahrheit, vor allem in Bezug auf meinen Lebensweg in
den letzten Monaten. Jedenfalls kam es für mich mehr als überraschend, dass ich plötzlich die Leitung einer
Pfarre bekomme, ehe mein Arbeitsjahr in Poysdorf für mich vorbei war.
Meine erste Messe hier in Fels am Wagram war dann auch keine Sonntagsmesse, wo ich mich der ganzen
Gemeinde vorstellen hätte können, sondern eine Wochentagsmesse. Diese war aber auch gut besucht und
eine sehr spontan eingerichtete Agape im Pfarrgarten machte meinen Start zu einem Fest. Diese Agape
nahm ich jedenfalls zum Anlass, mich allen Anwesenden vorzustellen. Ich möchte das an dieser Stelle auch
nochmals machen.
Ich bin zwar gebürtiger Wiener – Jahrgang 1975 – aber mütterlicherseits trage ich zur Hälfte auch
Weinviertler Blut in mir, da meine Mutter in Wultendorf bei Staats geboren war. Meine Großmutter zog
später nach Neudorf im Weinviertel, wo ich gerne die Ferien verbrachte. Und so fühle ich mich vor allem als
Weinviertler. Zumindest fühle ich mich dort besonders wohl.
Zwar ging ich als Kind mit meinen Eltern regelmäßig in die Sonntagsmesse, in meiner Jugend bezeichnete ich
mich aber eher als Atheist. Allerdings fand ich über Umwege wieder zurück zum christlichen Glauben und so
auch zu der Pfarre, wo ich getauft wurde; zur Pfarre St. Josef am Wolfersberg in Wien. Ich schätze an dieser
Pfarre vor allem, dass sie immer offen war, wodurch sie für mich zu einer zweiten Heimat wurde. Ein Stück
weit möchte ich versuchen, diese Offenheit auch hierher zu
bringen. Seit ich hier nun wohne, steht die Tür des Pfarrhofs immer offen (in der kalten Jahreszeit nicht mehr, aber sie bleibt unversperrt) – zumindest, wenn ich da bin. Wer hineinkommt, wird zunächst von einem einladenden Glockenton begrüßt – in weiterer Folge auch von mir. Bisher kamen nicht viele vorbei. Ich hoffe, das
wird sich ändern. In St. Josef fand ich eine zweite Heimat und entsprechend hielt ich mich dort viel auf.
Irgendwann, mit 25 Jahren oder älter, fing ich auch mit dem Ministrieren an. Dann zeichnete sich mein Weg wohl
schon ein wenig ab. In der Firma, in der ich 9 Jahre gearbeitet habe ,hatte ich jedenfalls bei vielen Außendiensttätigkeiten Zeit zum Nachdenken und mich Gott zu öffnen. So festigte sich mein Entschluss ins Priesterseminar einzutreten.
Zuvor nahm ich mir aber noch eine einjährige Auszeit und machte eine Reise nach Indien, Sri Lanka und Nepal. Seither habe ich oft die Orte gewechselt.
Ich hoffe aber mit Fels, Gösing und Feuersbrunn nun einen Ort gefunden zu haben, wo ich zur Ruhe kommen kann, wo
ich also länger bleibe, und wo ich einen Beitrag leisten kann, um die Gemeinde(n) zu beleben, ihren Zusammenhalt zu festigen und das Reich Gottes vielen spürbar zu machen.
Die Gesamtübersicht über Termine finden Sie unter Kalendarium, Berichte über vergangene Veranstaltungen können unter Chronik nachgelesen werden.
Unsere Gottesdienste finden grundsätzlich zu folgenden Zeiten statt.
Mittwoch: 18:00 Uhr
Samstag: 18:00 Uhr
Sonntag: 10:00 Uhr
Feiertag: 10:00 Uhr
Geänderte Messzeiten und sonstige Termine sind in der Terminleiste, bzw. im Kalendarium ersichtlich.
Jeden Mittwoch von 16:00 - 17:30 UHR und Donnerstag von 10:00 - 12:00 UHR Kanzleistunden im Pfarrhof in Fels.