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Liebe Pfarrgemeinden!

Hoffnung auf den Himmel - und unsere Verantwortung

Wenn ein Mensch stirbt, hören wir oft den Satz: „Jetzt ist er im Himmel.“ Dieser Satz ist

meist gut gemeint. Er will Trost ausdrücken, Hoffnung schenken und zeigen, dass wir den

Verstorbenen in Gottes Händen wissen. Als Christen dürfen wir tatsächlich auf Gottes große

Barmherzigkeit und Liebe vertrauen.

Doch gleichzeitig spüren viele von uns, dass diese Vorstellung manchmal zu einfach wird. Die

christliche Hoffnung auf den Himmel ist keine automatische Selbstverständlichkeit. Sie ist ein

Geschenk Gottes – aber auch eine Einladung, auf die wir im Leben antworten dürfen. Die

Bibel spricht immer wieder von Gottes unendlicher Barmherzigkeit.

Gott will das Heil aller Menschen. Er geht dem Menschen nach, der sich von ihm entfernt hat

– wie ein Hirte, der ein verlorenes Schaf sucht oder wie ein Vater, der auf seinen

heimkehrenden Sohn wartet. Diese Botschaft ist das Herz des Evangeliums: Gott gibt keinen

Menschen leicht auf.

Zugleich erinnert uns die Bibel daran, dass unsere Entscheidungen Gewicht haben. Jesus

macht deutlich, dass unser Leben eine Antwort auf Gottes Liebe sein soll. Er lädt uns ein zur

Umkehr, zur Nächstenliebe, zur Treue und zu einem vertrauensvollen Leben mit Gott.

Christlicher Glaube bedeutet daher nicht nur die Hoffnung auf das ewige Leben, sondern

auch ein Leben, das sich an dieser Hoffnung ausrichtet. Das heißt nicht, dass wir über andere

urteilen sollen. Niemand von uns kennt das Herz eines Menschen so wie Gott. Das

endgültige Urteil steht allein Gott zu. Gerade deshalb dürfen wir voller Vertrauen hoffen.

Gleichzeitig erinnert uns der Glaube daran, dass unser Leben ernst genommen wird. Unsere

Entscheidungen, unsere Liebe, unser Umgang mit Gott und den Mitmenschen sind nicht

bedeutungslos. Gott nimmt unsere Freiheit ernst – und damit auch unsere Verantwortung.

In der katholischen Tradition gibt es deshalb auch die alte und schöne Praxis, für die

Verstorbenen zu beten. Wenn wir für einen Menschen beten, vertrauen wir ihn Gottes

Barmherzigkeit an. Wir glauben, dass unsere Gebete helfen können, dass Gottes Liebe

vollenden kann, was im Leben vielleicht unvollständig geblieben ist.

Das Gebet für die Verstorbenen ist deshalb ein Ausdruck von Hoffnung. Es sagt: Wir

überlassen unsere Angehörigen nicht einfach ihrem Schicksal. Wir begleiten sie weiterhin

mit unserer Liebe und vertrauen sie Gott an. Vielleicht kann uns dieser Gedanke auch in

unserem eigenen Leben helfen. Die Hoffnung auf den Himmel ist ein großes Geschenk.

Sie ist zugleich eine Einladung zu lieben, zu vergeben, zu glauben und immer wieder neu

auch Gott zu suchen. Denn am Ende unseres Lebens stehen wir vor Gott, der uns geschaffen

hat, der uns kennt und der uns liebt – und der auch unsere Haltung zu ihm ernst nimmt.

Wir dürfen auf seine Barmherzigkeit hoffen, aber wir sind zugleich eingeladen, unserem

Glauben Ausdruck zu geben: im Vertrauen auf Gott, in der Liebe zum Mitmenschen und in

einem Leben, das sich immer wieder neu an ihm ausrichtet.

Euer Pfarrprovisor MGR Mag. Aleš Ullmann

Eine Gesamtübersicht über Termine finden Sie unter Kalendarium, Berichte über vergangene Veranstaltungen können unter Chronik nachgelesen werden.

Unsere Gottesdienste finden grundsätzlich zu folgenden Zeiten statt.

Mittwoch: 18:00 Uhr
Samstag:  18:00 Uhr 
Sonntag:  10:00 Uhr
Feiertag:  10:00 Uhr

Geänderte Messzeiten und sonstige Termine sind in der Terminleiste, bzw. im Kalendarium ersichtlich.

Jeden Mittwoch  von 16:00 - 17:30 UHR und Donnerstag von 10:00 - 12:00 UHR Kanzleistunden im Pfarrhof in Fels.